Vernissage: Jenny Eichler - Industrieemail
Jenny Eichler arbeitet seit Jahren mit Industrieemaille - einer Technik, bei der Glas auf Metall aufgetragen und bei hoher Temperaturen eingebrannt wird. In mehreren Schichten entsteht so eine glänzende, extrem haltbare Oberfläche. Jeder Brand hinterlässt Spuren, jede Lage bleibt sichtbar, kein Zwischenschritt lässt sich nachträglich verändern. Diese Eigenheit des Materials - seine Strenge und sein Leuchten, seine Beständigkeit und seine Offenheit gegenüber Licht und Zeit - faszinieren sie bis heute.
»Die verwendeten Trägerplatten stammen aus architektonischen Restbeständen - ausgediente, alte Fassadenteile aus DDR-Zeit. Ich arbeite also auf Fragmenten, die bereits eine Geschichte mitbringen. Das Material selbst ist somit ein Archiv - fest, aber offen für neue Einschreibungen. In meinen bisherigen Serien (Light & Shadow, Dreamescape, Transit) beschäftigte ich mich mit Übergängen zwischen Realität und Konstruktion, Erinnerung und Utopie, Material und Abbild.«
Ort: CKB
